Unternehmen jeglicher Größe haben die Vorteile einer Desktop-Virtualisierung erkannt. Sie erweitert die Flexibilität und Mobilität ihrer Mitarbeiter und schützt gleichzeitig die Unternehmensdaten. Allerdings ist das Bereitstellen von Betriebssystem, Anwendungen und Arbeitslasten in einem Rechenzentrum für einen sicheren Zugriff nur ein Teil der Gleichung. Desktop-Virtualisierungslösungen profitieren nämlich fast immer von der Bereitstellung von Thin und Zero Clients, die sicherer und günstiger im Betrieb sind als herkömmliche Endgeräte. Wir freuen uns, Ihnen die gängigsten Lösungen vorzustellen.
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Thick Computing vs. Thin Computing
Eine häufige Fehleinschätzung bei der Desktop-Virtualisierung ist, dass die Wiederverwendung vorhandener PCs wirtschaftlich günstiger sei als die Investition in moderne Thin Clients. Im Hinblick auf die Kapitalausgaben mag dies auf den ersten Blick zwar stimmen. Tatsächlich übersteigen die Gesamtbetriebs-kosten (TCO) von PCs aber bei weitem die relativ geringen Kapitalinvestitionen in Thin Clients, die sich vor allem in den folgenden Bereichen als kostengünstiger
erweisen.
Sicherheit
Bei herkömmlichen Endgeräten besteht die Gefahr, dass Daten auf andere Medien lokal kopiert oder auf Onlinespeicher von Drittanbietern hochgeladen werden. Über das Netzwerk bewegte Daten stellen ein Risiko dar, das in Branchen mit hohen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen für den Datenschutz von besonderer Bedeutung ist. Während das Gesundheitswesen, der öffentliche Sektor und Finanzdienstleister normalerweise am strengsten reguliert sind, gelten im Handel und im Bildungswesen besondere Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten. Hochschulen gelten dabei als besonders anfällig, da die Sicherheit von Endgeräten und Datenspeichern historisch gesehen eine niedrige Priorität in der akademischen Forschung hat. Thin Clients bieten eine sicherere Grundlage, da sie keine lokalen Laufwerke haben und ihre USBAnschlüsse remote deaktiviert werden können, um das Risiko von nicht autorisierten Datenübertragungen weiter zu reduzieren.
Verwaltbarkeit
Da Thin und Zero Clients zentral gesteuert werden können, entfällt die Notwendigkeit, individuelle Endgeräte einzeln zu administrieren. Bisher war die Notwendigkeit, Betriebssystem-Patches und Softwareupdates lokal auf Hunderten oder Tausenden PCs zu installieren, gleichbedeutend mit einer erheblichen Investition in Zeit und Energie. Im Gegensatz dazu haben Thin Clients deutlich kleinere Betriebssysteme (6 MB bis ca.12 GB), die zentral bereitgestellt werden können. Dies kann sogar automatisiert werden, wobei die Thin Clients über eine INI- oder XML-Datei bei jeder Anmeldung eines Benutzers die Einstellungen abrufen. Mit einer einfachen Änderung an einer einzigen Konfigurationsdatei können buchstäblich Tausende von Thin Clients aktualisiert werden. Die Verwaltung von Zero Clients ist sogar noch einfacher. Thin Clients erhalten ihre Anweisungen nicht von einem Betriebssystem, sondern direkt von der Firmware. Da die Firmware nur ein- oder zweimal jährlich aktualisiert wird und Thin und Zero Clients remote verwaltet werden, kann sich das IT-Personal anstatt um Wartung und Reparatur um strategischere Projekte kümmern.
Originalauszug aus dem Dokument:
Kosteneinsparungen
Die Remoteverwaltung von Endgeräten und Software erfordert weit weniger Ressourcen. Ihr Unternehmen kann im Laufe der Zeit auch betriebliche Einsparungen erzielen, nämlich durch Verringerung der Anzahl der Mannstunden, die für die Verwaltung der Geräte erforderlich ist. Neben diesen OpEx-Einsparungen sind langfristig auch erhebliche CapEx-Einsparungen möglich. Denn Thin und Zero Clients enthalten weniger Bauteile , die von mechanischen Ausfällen betroffen sind.
Deshalb verlängert sich die mittlere Zeit vor einem Ausfall (MTBF, Mean Time between Failure) auf bis zu 30 Jahre. Thin Clients werden üblicherweise erst nach einem längeren Intervall von 5 bis 7 Jahren ausgetauscht, im Gegensatz zu den 3 bis 5 Jahren bei herkömmlichen PCs. Bei Tausenden von Endgeräten in einem Unternehmen können diese Einsparungen beträchtlich sein.
Weitere Vorteile – neben erhöhter Sicherheit, Verwaltbarkeit und Kosteneinsparungen– sind ein geringerer Stromverbrauch und eine kleinere Stellfläche in Umgebungen, in denen auf dem Schreibtisch ein knappes Gut ist. Moderne Thin und Zero Clients bieten auch die Möglichkeit, sichere All-in-One-Geräte (z. B. einen attraktiven Dell-Monitor mit integriertem Thin Client) zu verwenden, die in kundenorientierten Umgebungen unauffällig sind.


