Ein Brettspielzug, den alle kennen und kaum einer je gespielt hat
Wer „in der Zwickmühle steckt“, hat ein Problem: zwei Wege, und beide führen in Schwierigkeiten. So kennt man das Wort aus dem Alltag, aus Leitartikeln und Krisensitzungen. Kaum jemand denkt dabei noch an ein Holzbrett mit drei ineinanderliegenden Quadraten. Dabei kommt der Ausdruck genau von dort — aus dem Mühlespiel. Und dort bedeutet er beinahe das Gegenteil.
Beim Mühlespiel versuchen zwei Spieler, je drei ihrer Steine in eine Reihe zu bringen. Gelingt das, ist eine „Mühle“ geschlossen, und man darf dem Gegner einen Stein wegnehmen. Eine Zwickmühle ist die eleganteste Form davon: zwei Mühlen, die sich so berühren, dass ein einziger Stein zwischen ihnen hin- und herpendeln kann. Jeder Zug öffnet die eine Mühle und schließt im selben Moment die andere. Wer eine Zwickmühle gebaut hat, schlägt Zug um Zug einen Stein — und der Gegner kann wenig mehr tun, als zuzusehen.
In der Zwickmühle zu stecken heißt also ursprünglich: auf der falschen Seite des Bretts zu sitzen. Für den, der sie gebaut hat, ist sie die stärkste Stellung im ganzen Spiel. Die Alltagssprache hat sich die Perspektive des Verlierers gemerkt.
Ein altes Spiel mit langem GedächtnisDass das Wort überhaupt so tief in der Sprache sitzt, liegt am Alter des Spiels. Mühlebretter wurden in römischen Fundstätten entdeckt und auf einem Spielbrett aus dem Wikingerschiff von Gokstad in Norwegen. In mittelalterlichen Kreuzgängen sind sie in steinerne Bänke geritzt. Shakespeare erwähnt das Spiel im „Sommernachtstraum“: Dort ist das „nine men’s morris“, ein in den Rasen geschnittenes Spielfeld, im verregneten Sommer voller Schlamm. Über Jahrhunderte gehörte die Mühle zu den Spielen, die man ohne Anleitung kannte — und mit ihr die Zwickmühle.
Gelöst ist das Spiel inzwischen auch: In den 1990er-Jahren hat der Informatiker Ralph Gasser per Computer nachgerechnet, dass eine Partie Mühle bei fehlerfreiem Spiel beider Seiten unentschieden endet. Eine Zwickmühle fällt einem also nicht in den Schoß — sie entsteht meist aus einem Fehler des Gegners, den man erkennen und nutzen muss.
Die Zwickmühle als eigenes Kapitel: Die Mülheimer TRIBOOT Technologies GmbH hat das Mühlespiel als „Meistermühle“ neu umgesetzt — als App für Android und iOS und direkt im Browser unter meistermuehle.app. Die Zwickmühle hat dort ein eigenes Kapitel in der Anleitung, mit einem Beispiel auf dem Brett. Die stärkste Spielstufe des Computergegners ist darauf ausgelegt, solche Stellungen früh vorzubereiten — und sie beim Gegenüber zu verhindern.
„Wir sagen alle ‚Zwickmühle‘, aber die wenigsten haben je eine gebaut“, sagt Issa Pourgholam, Geschäftsführer von TRIBOOT. „Wenn man es einmal auf dem Brett erlebt hat — dieser eine Stein, der hin- und herpendelt, und bei jedem Zug fällt ein Stein des Gegners —, hört man das Wort danach anders.“
Meistermühle ist kostenlos und enthält keine Werbung; ein Konto braucht es nicht. Neben Partien gegen den Computer in vier Stufen und zu zweit an einem Gerät gibt es eine Meisterschaft mit Auf- und Abstieg über vier Ligen. Das Spiel ist in zwölf Sprachen verfügbar.
Die TRIBOOT Technologies GmbH ist eine inhabergeführte Full-Service App-Agentur mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Seit 2014 begleitet das Expertenteam Startups, den gehobenen Mittelstand und Industrieunternehmen verlässlich durch den gesamten digitalen Prozess – von der ersten strategischen Konzeption über High-End UX/UI-Design bis hin zur agilen Softwareentwicklung und langfristigen, zukunftssicheren Betreuung. Mit der Erfahrung aus 12 Jahren Marktpräsenz und über 55 erfolgreichen Projekten steht TRIBOOT für technologische Exzellenz und maßgeschneiderte Mobile- und Webanwendungen direkt aus dem Ruhrgebiet.
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