
15. September 2026 – Scandit, der führende Anbieter von Smart Data Capture, startet mit Self-Checkout Loss Prevention eine neue KI-Lösung gegen Verluste an Selbstbedienungskassen. Das System erkennt in Echtzeit, wenn Artikel nicht gescannt werden, sei es aus Versehen oder mit Absicht, und hilft Einzelhändlern, mehr als 75 % dieser Verluste zu vermeiden oder zurückzugewinnen. Dabei folgt das System von Grund auf dem Prinzip „Privacy by Design”. Kundinnen und Kunden können Fehler in der Regel selbst korrigieren, ohne Personal hinzuziehen zu müssen und ohne dass es zu Unterbrechungen an der Kasse kommt.
Der Einzelhandel steckt an der Self-Checkout-Kasse in einem Dilemma: Wer Diebstahl und Fehlscans eindämmen will, riskiert genervte Kundinnen und Kunden sowie einen höheren Aufwand für das Personal. Self-Checkout wickelt inzwischen 54 % aller Transaktionen in den Geschäften ab, die diese Kassen anbieten. Doch genau diese Geschäfte verzeichnen laut dem Self-Checkout Loss Report 2026 von ECR Retail Loss auch 33 % höhere Verluste als vergleichbare Filialen ohne Self-Checkout. Im ersten Jahr nach der Einführung steigen die Verluste im Schnitt sogar um weitere 22 %. Stichprobenkontrollen kosten laut einem deutschen Händler bis zu zwei Minuten pro Fall – eine Zeit, die sowohl die Kundschaft als auch das Personal belastet.
Self-Checkout Loss Prevention setzt genau hier an: Erkennt das System einen nicht gescannten Artikel, erscheint zunächst ein dezenter Hinweis auf dem Bildschirm der Kundin bzw. des Kunden. Reagiert diese oder dieser nicht, wird das Personal benachrichtigt, noch bevor die Transaktion abgeschlossen ist. Auf diese Weise können mehr als 75 % der Verluste an Selbstbedienungskassen vermieden oder zurückgeholt werden, die beispielsweise durch verpasste Scans, absichtlich übersprungene Artikel, im Einkaufswagen zurückgelassene Ware oder abgebrochene Bezahlvorgänge entstehen.
„Self-Checkout hat den Einzelhandel grundlegend verändert – und mit ihm auch die Verlustsituation“, sagt Christian Floerkemeier, CTO und Mitgründer von Scandit. „Einzelhändler sollten sich nicht zwischen einem schnellen Checkout-Erlebnis und wirksamer Verlustprävention entscheiden müssen. Self-Checkout Loss Prevention bietet ihnen einen Software-first-Ansatz, um Probleme in Echtzeit zu erkennen. Der Prozess lässt sich an die eigenen Richtlinien des Einzelhändlers anpassen. Neben der Rückgewinnung entgangener Umsätze können Einzelhändler damit auch ihren Personaleinsatz produktiver gestalten.“
Self-Checkout Loss Prevention läuft direkt an jeder Kasse – ohne dedizierte Server, ohne aufwendige Installation und skalierbar von kleinen Filialen bis zu großen Verbrauchermärkten. Die Lösung arbeitet mit vorhandener Kamerainfrastruktur, egal ob fest verbaut, handelsüblich oder als Sicherheitskamera oberhalb der SB-Kasse installiert. Spezielle KI-Hardware ist nicht erforderlich, was die Gesamtbetriebskosten niedrig hält. Datenschutz ist von Anfang an mitgedacht: Die Videodaten werden direkt an der Kasse verarbeitet, was Einzelhändler dabei unterstützt, ihre DSGVO-Pflichten zu erfüllen. Da ausschließlich Artikel und Transaktionsverhalten analysiert werden, ist keine Gesichts- oder biometrische Erkennung erforderlich. Im Sinne von Privacy by Design vermeidet die Lösung damit von vornherein genau jene Praktiken, die der EU AI Act untersagt.
„Vision-AI-Checks an Selbstbedienungskassen hatten bisher zwei grundlegende Probleme: einen hohen Infrastrukturaufwand und zu langsam reagierende Systeme. Das sorgt bei Mitarbeitern und Kunden für Verwirrung“, kommentiert Greg Buzek, Präsident und leitender Analyst der IHL Group. „Eine Lösung, die sich einfach in bestehende Filialen integrieren lässt und vorhandene Kameras nutzt, macht diesen Aufwand überflüssig. Händler profitieren doppelt: Diebstahl wird vorgebeugt und versehentliche Fehler werden schnell geklärt, bevor sie den Kassenprozess verlangsamen.“
Zusammen mit Age Verified Self-Checkout, das Scandit im Juli 2026 eingeführt hat, werden die beiden häufigsten Gründe, aus denen bislang Personal an die Self-Checkout-Kasse gerufen werden musste, deutlich reduziert. Age Verified Self-Checkout automatisiert und verifiziert den Kauf altersbeschränkter Artikel, verkürzt die Wartezeiten, reduziert vermeidbare Personaleinsätze und erhöht die Rechtssicherheit bei der Altersprüfung. Kombiniert ergibt sich ein Self-Checkout-Modell, das weitgehend ohne Personal auskommt: konform bei der Altersprüfung, sicher vor Verlusten und das Personal wird frei für wichtigere Aufgaben als Routinekontrollen.
Beide Neuerungen basieren auf Scandits umfassender Vision für Store Intelligence und erweitern das Retail-Portfolio. Zu diesem gehören unter anderem die Regalverfügbarkeit über ShelfView, die Einhaltung von Preisen und Planogrammen (Regal- und Sortimentspläne), das Management von Ablaufdaten, Preisnachlässe und intelligentes In-Store-Picking. Einzelhändler können ihre Store-Daten in Echtzeit-Transparenz und priorisierte Maßnahmen verwandeln, um Gewinne zu sichern und operative Risiken zu senken.
Über Scandit
Scandit gehört zu den führenden Anbietern von Smart Data Capture. Das Unternehmen unterstützt Mitarbeitende, Kunden und Unternehmen dabei, Daten in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln und Geschäftsprozesse zu automatisieren. Die Smart Data Capture-Plattform
ermöglicht es intelligenten Geräten wie Smartphones, Handheld-Computern, Drohnen, Datenbrillen, Robotern und stationären Kameras, Daten aus Barcodes, Texten, Ausweisdokumenten und Objekten schnell, präzise und intelligent zu erfassen.
Die Lösungen von Scandit treiben Innovationen voran, die zu erheblichen Kosteneinsparungen beitragen sowie die Mitarbeiterbindung und Kundenloyalität stärken. Das Unternehmen begleitet seine Kunden in jeder Phase – von Tests über Lösungsdesign und Integration bis hin zum laufenden Kundensupport.
Unternehmen aus Einzelhandel, Transport und Logistik, Gesundheitswesen und Fertigung setzen auf Scandit – darunter Instacart, Carrefour, Ahold Delhaize, Albertsons, Levi Strauss & Co., Sephora, Lufthansa und FedEx.
Weitere Informationen unter www.scandit.com.


