
Die Digitalisierung eröffnet Krankenhäusern zahlreiche Möglichkeiten, medizinische Abläufe effizienter zu gestalten und Mitarbeitende zu entlasten. Elektronische Patientenakten, mobile Dokumentation, Telemedizin und KI-gestützte Anwendungen sind längst Bestandteil moderner Klinikumgebungen. Gleichzeitig wächst jedoch die Angriffsfläche: Sensible Patientendaten, vernetzte Medizingeräte und komplexe IT-Systeme machen Krankenhäuser zu attraktiven Zielen für Cyberkriminelle. Eine leistungsfähige IT-Sicherheit für Krankenhäuser wird damit zur Voraussetzung für einen stabilen Klinikbetrieb.
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Cyberangriffe können den Klinikbetrieb unmittelbar gefährden
Die Bedrohungslage für das Gesundheitswesen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Krankenhäuser verfügen nicht nur über besonders schützenswerte personenbezogene und medizinische Informationen, sondern sind zugleich für die Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar. Das macht sie zu attraktiven Angriffszielen. Laut dem Whitepaper hatten in Deutschland bereits rund 30 Prozent der Kliniken mindestens einen Sicherheitsvorfall. Besonders relevant sind dabei Ransomware-Angriffe, aber auch Phishing, Malware, Passwortangriffe und DDoS-Attacken stellen erhebliche Risiken dar.
Die Folgen eines erfolgreichen Angriffs reichen weit über einen technischen Ausfall hinaus. Können Beschäftigte nicht mehr auf Patienteninformationen oder IT-gestützte Systeme zugreifen, können sich Behandlungen und Operationen verzögern. Auch die Verfügbarkeit medizinischer Geräte und die Notfallversorgung können beeinträchtigt werden. Gleichzeitig entstehen erhebliche wirtschaftliche Belastungen durch Betriebsunterbrechungen, IT-Wiederherstellung, forensische Untersuchungen, rechtliche Anforderungen und mögliche Datenschutzverstöße.
Damit wird deutlich: Cybersecurity im Krankenhaus ist nicht allein eine Aufgabe der IT-Abteilung. Sie betrifft die Funktionsfähigkeit der gesamten Einrichtung und kann unmittelbar mit der Qualität und Verfügbarkeit der Patientenversorgung zusammenhängen.
NIS-2 erhöht den Handlungsdruck für Kliniken
Neben der wachsenden Zahl von Cyberbedrohungen erhöhen auch regulatorische Anforderungen den Druck auf Krankenhäuser. Bereits seit 2022 sind Kliniken verpflichtet, ein Informationssicherheits-Managementsystem nach dem aktuellen Stand der Technik beziehungsweise den branchenspezifischen Sicherheitsstandards zu betreiben. Mit der NIS-2-Richtlinie kommen weitere Anforderungen an Risikomanagement, Sicherheitsmaßnahmen, Lieferketten, Notfallplanung und die Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle hinzu.
Für die Geschäftsleitung gewinnt das Thema dadurch zusätzlich an Bedeutung. Sie trägt Verantwortung für die Umsetzung und muss entsprechende Prozesse und Ressourcen sicherstellen. Hinzu kommen Anforderungen von Cyberversicherungen, die unter anderem eine nachvollziehbare Dokumentation und geeignete Sicherheitsmaßnahmen voraussetzen können.
Für Kliniken entsteht dadurch eine anspruchsvolle Aufgabe: Sie müssen eine wachsende Zahl technischer Systeme absichern, regulatorische Vorgaben erfüllen und gleichzeitig den laufenden medizinischen Betrieb aufrechterhalten.
Heterogene IT-Landschaften schaffen zahlreiche Angriffsflächen
Eine besondere Herausforderung liegt in der Komplexität der Krankenhaus-IT. Krankenhausinformationssysteme, Labor- und Bildarchivierungssysteme treffen auf Computer, Tablets, mobile medizinische Geräte und spezialisierte Systeme wie Röntgengeräte oder Computertomografen. Unterschiedliche Betriebssysteme, Anwendungen und Geräte müssen sicher betrieben und regelmäßig aktualisiert werden.
Veraltete Software und nicht mehr unterstützte Systeme können dabei zu kritischen Schwachstellen werden. Auch unzureichend abgesicherte mobile Geräte, Schatten-IT oder nicht zentral kontrollierte Cloud- und Messenger-Dienste können zusätzliche Risiken erzeugen. Gleichzeitig erschwert eine Aufteilung der Sicherheitslösungen auf einzelne Bereiche wie Endgeräte, E-Mail, Netzwerk und Internet einen zentralen Überblick.
Nicht zuletzt bleibt der Mensch ein entscheidender Faktor. Phishing-Nachrichten gehören zu den wichtigen Einstiegspunkten für Schadsoftware und Datendiebstahl. Neben technischen Schutzmaßnahmen braucht es deshalb auch ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein bei den Beschäftigten.
Für Ransomware stellt das Whitepaper einen mehrstufigen Schutzansatz vor: Das Ransomware Shield soll verdächtige Prozesse erkennen und blockieren, während Ransomware Remediation die Wiederherstellung verschlüsselter Dateien unterstützt. Dadurch soll die Widerstandsfähigkeit gegenüber Erpressungssoftware erhöht werden.
Security-Spezialisten entlasten Kliniken
Eine umfassende IT-Sicherheit für Krankenhäuser lässt sich angesichts begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen nicht immer allein mit internen Teams realisieren. Spezialisierte Security-Dienstleister können Kliniken deshalb dabei unterstützen, Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen, Risiken zu bewerten und den laufenden Betrieb der Schutzsysteme zu übernehmen. Das Whitepaper beschreibt unter anderem einen Zero-Trust-Ansatz, bei dem verschiedene Sicherheitsmaßnahmen miteinander verbunden werden.
Eine weitere Möglichkeit bieten Managed Detection and Response Services. Dabei wird der operative Betrieb einer Extended-Detection-and-Response-Lösung durch einen externen Spezialisten unterstützt beziehungsweise übernommen. KI-gestützte Verfahren können dabei helfen, Auffälligkeiten in Echtzeit zu erkennen, zu analysieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Laut Whitepaper lassen sich dadurch Sicherheitsfachkräfte entlasten und Reaktionszeiten verkürzen.
Gerade für Krankenhäuser kann ein solcher Ansatz interessant sein, weil IT-Sicherheit mit den Anforderungen des medizinischen Alltags in Einklang gebracht werden muss. Lösungen sollen nicht nur Schutz bieten, sondern auch Ressourcen schonen und die Einhaltung von Compliance- und Versicherungsanforderungen unterstützen.
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- Wie können Kliniken ihre IT-Infrastruktur gegen Ransomware und andere Cyberbedrohungen absichern?
- Welche Anforderungen ergeben sich durch NIS-2, DSGVO und weitere Vorgaben für die IT-Sicherheit im Krankenhaus?
- Wie lassen sich heterogene IT-Landschaften mit medizinischen Geräten, Fachanwendungen und klassischen Endpoints wirksam schützen?
- Welche Möglichkeiten bieten Zero Trust, XDR und Managed Detection and Response für Krankenhäuser?
- Wie können externe Security-Spezialisten dabei helfen, interne IT-Teams zu entlasten und gleichzeitig die Cyberresilienz zu erhöhen?
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Über ESET
ESET ist ein europäischer IT-Sicherheitsanbieter mit mehr als 35 Jahren Erfahrung. Das Unternehmen bietet Lösungen für Endpoints, Server und Cloud-Umgebungen sowie Extended Detection and Response, Managed Detection and Response und Threat Intelligence. ESET verbindet KI-Technologien mit Machine Learning und menschlicher Expertise und unterstützt Unternehmen bei Cybersecurity und Compliance.


