Freitag, April 19, 2024
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Mensch vs. Maschine: Wird KI den Menschen ersetzen?

Seit der Einführung neuer Programme, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, finden diese viel Aufmerksamkeit in den Medien. Dazu zählt vor allem der dialogbasierte Chatbot namens ChatGPT, welcher in kürzester Zeit Texte erstellen kann oder auch das neue Bild-Generator-Tool DALL-E 2. Doch im gleichen Atemzug fragt man sich auch, inwiefern solche Programme die Tätigkeiten von Beschäftigen übernehmen oder sie sogar komplett ersetzen können. Besonders nach der Pandemie bangen daher mehr Menschen denn je um ihren Job. Doch kann Künstliche Intelligenz den Menschen wirklich zukünftig ersetzen? Wie können wir solche Systeme zum Vorteil nutzen? Und worin bestehen die Gefahren?

Künstliche Intelligenz im Alltag

Künstliche Intelligenz (KI) meint nicht nur Roboter und fliegende Autos, die Technologie findet jetzt schon in vielen Bereichen Anwendung in unserem Alltag. So basieren die Gesichtserkennung auf dem Handy, Sprachassistenten wie Alexa und Smart Homes auf Künstlicher Intelligenz. Zudem wird KI auch in den Algorithmen von Facebook, Spotify und Co. verwendet, um zu filtern, welche Werbungen oder Lieder für dich interessant sein könnten. Auf Social Media und auch beim Online-Banking wird die Technologie zusätzlich zur Prävention von Missbrauch und Straftaten eingesetzt. Und damit sind nur wenige Beispiele genannt.

Auch das neue Programm ChatGPT, welches eigenständig Texte schreiben kann, hat bereits über 100 Millionen Nutzer. So wird es zum Verfassen von Mails und kurzen Essays oder Artikeln genutzt. Es ist anzunehmen, dass auch Firmen sich dieser Technologie annehmen werden, da sie eine große Hilfe sein kann. Die neue Version des Bild-Generators DALL-E 2 hingegen malt selbstständig Bilder. Beide Programme wurden von dem Unternehmen OpenAI entwickelt und orientieren sich an Textbefehlen.

Die Möglichkeiten von KI

KI-Programme wie ChatGPT und DALL-E 2 haben Zugriff auf Unmengen von Daten und können daraus lernen. Sie erkennen Muster und sind so in der Lage, innerhalb von Sekunden Texte und Bilder zu erstellen, wofür der Mensch mehrere Stunden brauchen würde. Somit können die Systeme nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für ganze Unternehmen eine Hilfe sein. Durch den Einsatz von KI können unter anderem Fehlerquoten minimiert werden. Außerdem kann viel Zeit gespart werden, welche die Beschäftigten für andere Aufgaben nutzen können. Denn die KI kann einfache Aufgaben erledigen. ChatGPT beispielsweise könnte in Redaktionen Grundgerüste für Texte erstellen, die dann nur noch von den Mitarbeitern überarbeitet werden müssten. So ist es möglich, mehrere Artikel in einer kürzeren Zeit zu erstellen.

Jobverlust: Eine unbegründete Sorge

Dennoch fürchten viele Arbeitnehmer einen Jobverlust aufgrund der neusten KI-Entwicklungen. Schließlich steht die Technologie nicht still und man erwartet für die Zukunft, dass immer mehr Aufgaben von Programmen übernommen werden, die auf Künstlicher Intelligenz basieren. Dadurch könnten die Menschen schon bald von Robotern und anderen KI-Systemen ersetzt werden. Vor allem nach der Pandemie, die bereits viele Jobs gekostet hat, ist diese Sorge größer denn je.

Doch Beschäftigte können aufatmen, denn die Angst ist völlig unbegründet. Zumindest in den nächsten Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, wird die Künstliche Intelligenz nicht ausgereift sein, einen echten Menschen zu ersetzen. Es fehlt der Technologie vor allem an menschlichen Fähigkeiten, wie Kreativität oder Emotion. Es müssen also noch große Entwicklungen und Optimierungen stattfinden, bevor das überhaupt infrage kommt. Weiterhin lernt KI bisher nur aus alten Daten und kann noch lange nicht selbst forschen. ChatGPT beispielsweise kann lediglich auf Daten bis zum Jahr 2021 zugreifen, neuste wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen sowie Forschungserkenntnisse bleiben damit außen vor. Zudem können die Daten, auf dessen Grundlage neue Texte erstellt werden, auch fehlerhaft oder unvollständig sein. Aufgrund dessen ist es unerlässlich, dass Menschen die Arbeiten von KI weiter kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren.

Die Gefahren von KI

Künstliche Intelligenz ist zum jetzigen Zeitpunkt nur so schlau und weit wie der Mensch selbst, da sie auch von ihm entwickelt wird. In Zukunft kann es zu Problemen kommen, wenn eine KI anfängt von einer anderen zu lernen. Mit Hinblick auf die Fehlerquote sowie die Unvollständigkeit könnten dadurch Fake News entstehen. Und irgendwann wird die KI so gut sein, dass diese kaum noch erkannt werden. Das sieht man bereits an Bildern und Videos, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz verändert werden. Noch ist es möglich, Fakes anhand von verschiedenen Details zu erkennen. Doch zukünftig wird das nicht mehr so einfach sein.

Fazit

Künstliche Intelligenz findet immer mehr Anwendung in unserem Alltag, aber auch in unterschiedlichen Firmen. Die Sorge, dass KI den Menschen ersetzen und den Job kosten könnte, bleibt jedoch vorerst unbegründet. Es wird wahrscheinlich noch viele Jahre dauern, bis diese Technologie auf dem Stand eines echten Menschen ist, wenn es überhaupt so weit kommen sollte. Bis dahin kann die KI guten Gewissens eingesetzt werden und einfache Aufgaben übernehmen. Wo es jedoch zu Emotionen, Kreativität und dem Treffen von Entscheidungen kommt, werden weiterhin echte Menschen gebraucht. Zudem müssen die Arbeiten von KI-Programmen weiter kontrolliert werden, denn auch fehlerfrei sind sie nicht. Wie genau sich Künstliche Intelligenz weiterentwickeln wird, kann man nicht genau sagen. Es ist aber anzunehmen, dass hier noch viel auf uns zukommen wird. Schon jetzt bringt sie viele Möglichkeiten mit und kann eine gute Hilfestellung sein – und nur in diesem Maß sollte sie vorerst eingesetzt werden.


Autor: Maximilian Schmidt ist CEO von CPI Technologies. Die Firma ist spezialisiert auf Software-Entwicklung in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Blockchain und digitale Produktentwicklung. https://cpitech.io/de/


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Katharina Horst
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Louis Kuhnert
Louis Kuhnert
Louis ist seit Februar 2021 als Kampagnen- und Content-Manager bei Business.today Network tätig. Zuvor beendete er erfolgreich sein Journalismus-Studium und arbeitete u.a. für den Hamburger SV in der Medienabteilung.
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